Schweiz - Promotion League - Saison 2025/2026
Runde 24 - Leader SC Kriens gewinnt in extremis
Roland Deschain (DeRo) - 29.03.202
Ein intensiver Spieltag in der Promotion League hat sowohl an der Tabellenspitze als auch im Kampf um die Plätze dahinter klare Akzente gesetzt. Leader SC Kriens bewies in extremis seine Nervenstärke,
während Verfolger SC Brühl und das formstarke Biel-Bienne ihre Ambitionen untermauerten.
Dahinter erfüllte Kreuzlingen die Pflicht, Breitenrain sammelte wichtige Punkte im Abstiegskampf – und der FCSchaffhausen bestätigte unter David Sesa seinen Aufwärtstrend. Gleichzeitig rutschten Teams
wie Paradiso und Bavois weiter in schwierige Phasen.
Runde 24 FC Bavois - FC Basel 1893 U21 0 - 2, FC Schaffhausen - FC Luzern U21 2 - 1, BSC Young Boys U21 - FC Paradiso 1 - 1, FC Grand-Saconnex - SC Kriens 3 - 4, FC Lausanne-Sport U21 - SC Brühl St.Gallen 3 - 5, Vevey-Sports - FC Kreuzlingen 1 - 2, SC Cham - FC Breitenrain Bern 2 - 2, FC Biel-Bienne 1896 - FC Bulle 4 - 1, FC Lugano U21 - FC Zürich U21 8.4.26 16:30
Hoval Promotion League - 2025/2026 1. SC Kriens 24/57, 2. SC Brühl St.Gallen 24/50, 3. FC Biel-Bienne 1896 24/48, 4. BSC Young Boys U21 24/44, 5. FC Basel 1893 U21 24/43, 6. FC Bavois 24/42, 7. FC Schaffhausen 24/35, 8. FC Zürich U21 23/33, 9. SC Cham 24/32, 10. FC Lugano U21 23/28, 11. FC Luzern U21 24/28, 12. FC Bulle 24/28, 13. FC Breitenrain Bern 24/27, 14. FC Lausanne-Sport U21 24/26, 15. FC Grand-Saconnex 24/25, 16. FC Kreuzlingen 24/25, 17. FC Paradiso 24/20, 18. Vevey-Sports 24/4 Ein Aufsteiger in die Challenge League (Nachwuchsteams können nicht aufsteigen) / Zwei Absteiger in die 1. Liga Classic Die ersten sieben Mannschaften qualifizieren sich für den Schweizer Cup 2026/2027 - die Nachwuchsteams/U21 sind davon ausgeschlossen.
SC Kriens dreht die Partie in der Schlussphase
Lange sah es danach aus, als würde der FC Grand‑Saconnex im eigenen Stadion drei wichtige Punkte einfahren. Die Genfer kontrollierten weite Strecken der Partie und verteidigten ihre Führung bis in die
Schlussphase. Doch der Leader SC Kriens bewies eindrucksvoll, weshalb er an der Tabellenspitze steht – und drehte das Spiel in den letzten Minuten komplett.
Innerhalb kurzer Zeit erzielte der Tabellenführer drei Treffer und riss das Momentum vollständig an sich. Das entscheidende Tor folgte in der 95. Minute, als Nando Toggenburger zur Stelle war und den
Siegtreffer markierte.
Für den SC Kriens ist dieser Erfolg von grosser Bedeutung. Statt die zweite Niederlage in Serie hinnehmen zu müssen, holte das Team von Mike Winsauer einen Auswärtssieg, der nicht nur drei Punkte bringt,
sondern auch das Selbstvertrauen weiter stärkt. Die Art und Weise, wie die Mannschaft das Spiel drehte, unterstreicht die Reife und Stabilität des Leaders. Angesichts dieser Formstärke fällt es zunehmend
schwer, sich vorzustellen, dass der SC Kriens im Titelrennen noch von der Spitze verdrängt werden könnte.
Die Kronen bleiben erster Verfolger
Der SC Brühl hat im Auswärtsspiel bei Lausanne‑Sport U21 Moral bewiesen und einen wichtigen Sieg im Aufstiegsrennen eingefahren. Trotz eines Rückstands zur Halbzeit liessen sich die St. Galler nicht
aus dem Konzept bringen und drehten die Partie im zweiten Durchgang eindrucksvoll.
Mit drei Treffern innerhalb von 45 Minuten übernahmen sie die Kontrolle und setzten sich am Ende mit 5-3 durch. Dabei zeichneten sich fünf Spieler der St.Galler als Torschützen aus.
Dank dieses Erfolgs behauptet der SC Brühl den zweiten Tabellenplatz und bleibt damit erster Verfolger des Leaders. Der Rückstand beträgt weiterhin sieben Punkte.
FC Biel‑Bienne beste Mannschaft der Rückrunde
Der FC Biel‑Bienne hat seine beeindruckende Form in der Rückrunde erneut bestätigt. Trotz eines Rückstands zur Pause setzten sich die Seeländer am Ende deutlich mit 4-1 gegen den FC Bulle durch und unterstrichen einmal mehr ihre aktuelle Stärke.
Nach einer verhaltenen ersten Halbzeit reagierten die Bieler nach dem Wiederanpfiff. Ilion Ssebunya erzielte kurz nach der Pause den wichtigen Ausgleich und leitete damit die Wende ein. Der Offensivspieler blieb auch später der entscheidende Mann: In der 75. Minute traf er erneut und markierte das letztlich matchentscheidende 2-1. Nur fünf Minuten später machten die Bieler mit zwei weiteren Treffern alles klar und stellten das Resultat auf 4-1.
Mit nun 19 Punkten aus sieben Spielen ist der FC Biel‑Bienne das stärkste Team der Rückrunde. Die Mannschaft präsentiert sich stabil, effizient und selbstbewusst. Dennoch bleibt der Rückstand auf Leader SC Kriens mit neun Punkten unverändert gross.
FC Kreuzlingen erfüllt die Pflicht
Der FC Kreuzlingen hat seine Aufgabe beim Tabellenletzten Vevey-Sports souverän gelöst. Die Thurgauer setzten sich auswärts - dank eines Treffers von Abbas Karaki in der 89. Minute - durch und fuhren einen
wichtigen Pflichtsieg ein, während die Waadtländer weiterhin auf den ersten Punkt im Jahr 2026 warten. Vevey bleibt die Schiessbude der Liga – bereits 70 Gegentore stehen zu Buche, ein Wert, der die
defensive Misere des Schlusslichts schonungslos widerspiegelt.
Wenig erfreulich verlief der Spieltag für den FC Paradiso. Zwar holten die Tessiner bei YB U21 einen Punkt, doch im Abstiegskampf verschärft sich ihre Lage weiter. Der Rückstand auf den ersten
Nichtabstiegsplatz ist auf fünf Punkte angewachsen. Paradiso bleibt in der gesamten Rückrunde ohne Sieg – eine Bilanz, die klar in Richtung Abstieg zeigt.
Für positive Schlagzeilen sorgte hingegen der FC Breitenrain. Die Berner bewiesen Moral und erzielten in den Schlussminuten beim SC Cham noch zwei Treffer. Mit dem späten Ausgleich sicherte sich
Breitsch einen wichtigen Auswärtspunkt im engen Tabellenkeller. Trotz der schwierigen Ausgangslage bleibt der Klub im Rennen – sowohl im Kampf um den Ligaerhalt als auch im Traum vom Cup‑Ticket,
der weiterhin realistisch bleibt.
Der Trainerwechsel zu David Sesa hat sich gelohnt
Der FC Schaffhausen bleibt in der Rückrunde erfolgreich. Mit dem Sieg gegen die U21 des FC Luzern bestätigten die Munotstädter ihre beeindruckende Form und sammelten bereits den 16. Punkt im Jahr 2026.
Seit der Verpflichtung von Trainer David Sesa zeigt die Mannschaft ein völlig neues Gesicht – stabiler, effizienter und mit deutlich mehr Selbstvertrauen. Bemerkenswert: Das Team holte im neuen Jahr
mehr Punkte als der Leader SC Kriens.
Während Schaffhausen weiter nach oben blickt, steckt der FC Bavois im neuen Jahr in einer schwierigen Phase. Die Waadtländer kommen nicht auf Touren und holten aus den letzten sieben Partien lediglich
vier Punkte. Die starke Vorrunde verhindert zwar ein Abrutschen in den Tabellenkeller, doch die Formkurve zeigt klar nach unten. Mit Platz 6 bleibt Bavois zwar in der erweiterten Spitzengruppe, doch
der Trend ist alarmierend.
Für Schaffhausen hingegen könnte die Rückrunde noch sehr erfolgreich werden. Die Entwicklung unter Sesa, die steigende Punkteausbeute und die neu gewonnene Stabilität lassen den Klub wieder zu einem
ernsthaften Faktor werden.