Schweiz - Promotion League - Saison 2026/2027
Runde 12 - Turbulente Schlussphase im Zürcher Derby
Roland Deschain (DeRo) - 18.10.2026
Der 12. Spieltag der Hoval Promotion League begann mit fünf Partien am Samstag und lieferte gleich mehrere dramatische Schlussphasen: Der FC Zürich U-21 schlug den SC YF Juventus erst in der fünften Minute der Nachspielzeit mit 2:1.
Der FC Lugano U-21 drehte in Grand-Saconnex einen 0:1-Rückstand in den letzten zehn Minuten und der FC Basel-U21 bezwang den FC Bavois nach Rückstand mit 3:1 – die sechste Niederlage in Folge für die Waadtländer.
Der FC Breitenrain kam im Berner Spitalacker zu einem klaren 3:0-Erfolg gegen den FC Amical Saint-Prex, und der FC Paradiso trennte sich 2:2 von BSC Young Boys U-21. Die übrigen vier Partien des Spieltags fallen auf
einen späteren Termin, da mehrere Teams dieses Wochenende im Schweizer Cup im Einsatz stehen.
Runde 12 FC Breitenrain Bern - FC Amical Saint-Prex 3 - 0, FC Basel 1893 U21 - FC Bavois 3 - 1, FC Paradiso - BSC Young Boys U21 2 - 2, FC Grand-Saconnex - FC Lugano U21 1 - 2, FC Zürich U21 - SC YF Juventus Zürich 2 - 1, FC Kreuzlingen - FC Bulle 21.10.26 19:00, AC Bellinzona - SC Brühl St.Gallen 21.10.26 19:30, SC Cham - FC Luzern U21 28.10.26 19:30, FC Schaffhausen - FC Biel-Bienne 1896 04.11.26 20:00
Hoval Promotion League - 2026/2027
1. FC Biel-Bienne 1896 11/26, 2. FC Schaffhausen 11/25, 3. SC Cham 11/22, 4. FC Bulle 11/21, 5. FC Paradiso 12/21, 6. FC Grand-Saconnex 12/21, 7. FC Basel 1893 U21 12/19, 8. FC Zürich U21 12/18, 9. FC Breitenrain Bern 12/18,
10. SC YF Juventus Zürich 12/16, 11. FC Amical Saint-Prex 12/16, 12. FC Kreuzlingen 11/15, 13. SC Brühl St.Gallen 11/14, 14. FC Lugano U21 12/12, 15. BSC Young Boys U21 12/12, 16. FC Bavois 12/8, 17. FC Luzern U21 11/7, 18. AC Bellinzona 11/5
Ein Aufsteiger in die Challenge League (Nachwuchsteams können nicht aufsteigen) / Zwei Absteiger in die 1. Liga Classic
Die ersten sieben Mannschaften qualifizieren sich für den Schweizer Cup 2027/2028 - die Nachwuchsteams/U21 sind davon ausgeschlossen.
SC YF Juventus verliert Derby in der Nachspielzeit
Die Begegnung im Zürcher Heerenschürli wurde erst in der Nachspielzeit entschieden. Norbu Lhakpa hatte die Hausherren in der 25. Minute in Führung gebracht, und lange sah es so aus, als reiche dieser Treffer zum Auftakterfolg.
Doch ausgerechnet der fünf Minuten zuvor eingewechselte Junior Flor Eyamba rettete YF Juventus mit dem 1:1 (88.) scheinbar in den Feierabend. Der Schlusspunkt gehörte dann aber doch dem Zürich-Nachwuchs: Lhakpa vollendete
in der 90.+5. Minute seinen Doppelpack – und das in Unterzahl, nachdem Elohim Kamoko unmittelbar zuvor die zweite gelbe Karte gesehen hatte (90.+1). Eine verbissene Partie mit sieben Verwarnungen endete mit dem Siegtreffer in Unterzahl.
Dies ist ein weiterer Tiefschlag für Piero Bauert und den SC YF Juventus. Am Freitag wurde bekannt, dass Juve ihren Sieg gegen den FC Grand-Saconnex nachträglich Forfait verlieren.
Raffa dreht das Spiel in vier Minuten
Der Tessiner Nachwuchs zeigte im Stade du Blanché Nervenstärke. Amin Hajoubi hatte die Genfer nach einer starken ersten Halbzeit in Führung gebracht (27.), die auch nach der Pause Bestand hatte – Grand-Saconnex verpasste
aber die Vorentscheidung.
Die Konsequenz: Christian Raffa glich in der 80. Minute aus und schlug vier Minuten später erneut zu. Der Doppeltorschütze sicherte seinem Team in der Schlussviertelstunde die drei Punkte, während Grand-Saconnex mit drei
gelben Karten in der Schlussphase (86., 90., 90.+2) die Nerven und das Spiel verlor.
Talfahrt des FC Bavois geht weiter
Im Basler Leichtathletik-Stadion traf Elmedin Avdic per Freistoss zur verdienten Pausenführung für den FC Bavois (14.). Basel steigerte sich nach der Pause, Justin Eglin scheiterte zunächst an der Latte (63.), ehe
Kapitän Moyo Ola Uruejoma ausglich (74.). Die Wechsel von Trainer Patrik Baumann machten den Unterschied: Der erst in der 83. Minute eingewechselte Jan Bauer schlug eine Minute später zu (84.), ehe der zur Pause
eingewechselte Younes Hansal nachlegte (87.).
Für Bavois war es die sechste Niederlage in Serie. Nach zwei Runden standen die Waadtländer noch auf Platz 6, seitdem geht es abwärts. Langzeittrainer Bekim Uka muss Lösungen finden.
Dritter zu Null Sieg für Remo Kilchhofer
Der FC Breitenrain liess vor heimischem Publikum im Spitalacker nichts anbrennen. Kevin Krasniqi brachte die Berner kurz vor der Pause in Führung (39.), nach der Seitenwechsel erhöhten Timo Sollberger (61.) und Mark Marleku (80.)
auf 3:0. Saint-Prex kam kaum zu Torchancen und wurde mit vier Verwarnungen zunehmend unruhiger – ein verdienter, nie gefährdeter Heimsieg für das Team von Alain Villard. Dies war zuglich der Dritte zu Null-Heimsieg für Torhüter Remo Kilchhofer.
Entäuschend für Breitsch war die Kulisse, durch das schlechte Wetter verirrten sich nur 241 Zuschauer auf den Spitz.
Vier Tore vor 500 Zuschauern
Auf dem Campo Pian Scairolo in Paradiso sahen 500 Zuschauer eine ausgeglichene Partie mit wechselnder Führung. Aleksandar Babic eröffnete das Score für die Tessener früh (6.), Pietro Souza Bregant glich für die Berner Young Boys
aus (14.). Nach der Pause drehte Nicolo Urbano das Spiel scheinbar (53.), doch Santiago Mateucci konterte zwei Minuten später zum 2:2-Endstand (55.) – ein gerechtes Resultat in einer offenen, aber nicht hochkarätigen Begegnung.